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The Gathering of Evil 1

Die letzte Etappe nach Euth hat begonnen. Ihr schwingt euch auf das Gebilde, das Aaron gerade erschaffen hat und der wilde Flug beginnt. Ihr habt es eilig nach Euth zu gelangen, obwohl ihr wisst, dass ihr Chacota vorher noch absetzen müsst, damit er nicht dem Urteil zuwider handelt. Gerade als ihr in Sichtweite Euths seid und zur Landung ansetzt, um euren Gefährten abzusetzen, erhascht ihr einen ersten Blick auf die Stadt der Stabritter. Was ihr seht, lässt euch das Blut in den Adern gerinnen . . . nie hättet ihr vermutet, dass ihr so etwas Furchtbares sehen würdet. Der Schock sitzt tief und Aaron muss das Gebilde landen, um nicht die Konzentration zu verlieren und einen Absturz zu verursachen. Stille herrscht zwischen euch während ihr hilflos auf der Lichtung, auf der ihr gelandet seid, auf und ab geht oder verzweifelt nur auf der Erde sitzt. Lewinn vergräbt ängstlich ihr Tränen überströmtes Gesicht in Aarons Armen. Fachtna schwingt bestürzt seine Waffe. Selbst Finan kann das Gesehene nicht fassen. Nur Chacota ist nicht von Verzweiflung überfallen. In ihm hat sich eine unbändige Wut angestaut.

An der Stelle des VESHNA-Tempels steht eine riesige Dämonenstatue, die Burg wie einst über der Stadt thronend, aber auch sie ist eine Dämonenfeste geworden - die ganze Stadt sieht dem Euth, das die Freunde kannten, nur noch entfernt ähnlich. Fachtna ahnt es, durch seine Abwesenheit in der Vergangenheit ist es den Dämonen gelungen sich auf Orfinlir festzusetzen - die Hügelstätte, die sie alle kannten, haben in dieser Zeitlinie nie existiert. Fachtna drängt zum Aufbruch, sie müssen mit Hilfe der Zeitmaschine in die Vergangenheit zurück, doch Chacota weigert sich. Wenn auch nur ein Funken Hoffnung besteht, dass Shutha, Enavia und die anderen Freunde dort unten noch leben, so muss er dort hin, Aarons Aurablick, der ihm bestätigt, dass dort nur Dämonen leben, nutzt nichts, Yolandes verzweifelte Überredungsversuche wirkungslos - bis sich zwei geflügelte Dämonen von einem der Burgtürme lösen und die Gruppe anvisieren. Sie rennen in den schützenden Wald zurück, Yolande brüllt Chacota an, doch da haben er und Fachtna bereits ihre Waffen gezogen und stellen sich den Dämonen in den Weg. Alle Wut, alle Verzweiflung liegen in den Schlägen und so gelingt es der Gruppe schliesslich, den fast übermächtigen Gegner zu bezwingen. Aaron fällt es nach dem Kampf sichtlich schwer ein Gebilde zu erschaffen und so rasten sie eine Weile in dem Wald.
Yolande kann ihre Wut nicht mehr beherrschen und fährt Chacota an: „Wie konntest du diesen sinnlosen Kampf beginnen? Bist du verrückt geworden, uns alle in diese Gefahr zu bringen - nur für zwei tote Dämonen? Du kannst Shutha nur helfen, indem du Fachtna in der Vergangeneheit unterstützt, die Dämonen zu bekämpfen!“ Chacota hört sich Yolandes Ausbruch ruhig an, dann erwidert er: „Du hast es immer noch nicht begriffen, mein Leben dient dem Kampf gegen genau solche Kreaturen, wo ich ihnen begegne und wenn ich dabei sterben sollte, so habe ich ihnen doch gezeigt, bis hier und nicht weiter! Der Kampf um dieses Land hat begonnen!“ Yolande schüttelt energisch den Kopf: „Was für ein Unsinn! Was macht es schon aus, zwei von den schrecklichen Wesen weniger, wenn du woanders viel mehr helfen kannst. Du weisst, dass wir alle für dich in den Tod gehen würden, aber nicht in einem solch sinnlosen Unterfangen.“ Fachtnas energische Stimme erklingt plötzlich: „In jedem Kampf - und gerade in solch einem - kannst du auf mich zählen.“ Yolande dreht sich um, ihr böser Blick gleitet über die beiden Krieger. „Gesteht es euch ein, euer Hass führte die Klinge, nicht die Vernunft.“ Dann wendet sie sich von den beiden ab. Chacota nickt nach einigen Minuten des Schweigens: „Yolande hat Recht, meine Wut hat Gewalt über meine Taten erlangt, aber nur so konnte ich diesen Anblick von Euth ertragen.“ Fachtna erwidert: „Aber wir haben es ihnen gezeigt!“
Nach einer Weile starten sie, doch kaum sind sie in der Luft - da verschwindet Aaron. Aber noch während sie hektisch aufspringen und das Gebilde langsam ins Trudeln gerät ist der Psioniker wieder da, er stoppt das Gebilde und berichtet: „Ich verspürte plötzlich einen dringenden Ruf in meinen Kopf und kurz darauf stand ich in einem psionischen Zirkel des Turms. Auch sie haben die Veränderung der Zeitlinie bemerkt und sind - ebenso wie wir - unbeeinflusst geblieben, vermutlich schützte uns die psionische Energie meines Gebildes. Kurz, die Veränderung hat vor zwei Tagen stattgefunden und auch die Psioniker sehen die einzige Möglichkeit darin, in der Vergangenheit die Dämonen aufzuhalten.“ Der Flug zur Zeitmaschine verläuft ohne Zwischenfälle, sie steigen aus dem selben Erdloch hinaus wie vor einigen Wochen, ein paar Tage ziehen sie durch die wage vertraute Landschaft. In dieser Zeit kommen sich Lewinn und Aaron immer näher, die Freunde nehmen Rücksicht auf die Gefühle der beiden, kein neckendes Wort fällt, selbst Yolande spürt, dass hier etwas am Entstehen ist, das keines Spottes bedarf. Als sie sich schliesslich der Burg des Ordens vom gesegneten Felsen nähern müssen sie feststellen, dass sie fast vollständig zerstört wurde. Doch kommt ihnen aus dem Tor eine vertraute Gestalt entgegen, einer der Ritter. Er berichtet, dass Fachtna und die Freunde eineinhalb Jahre weg waren, in der Zeit sind sie von einem Dämonen- und Untotenheer überrannt worden, der Orden besteht nur noch aus sechs Rittern. Bei dem Versuch, ein unterirdisches Versteck der Gegner auszuheben sind viele der Ritter gefallen. Er berichtet, das sich dort noch immer um die 30 Necromanten aufhalten, die Freunde überlegen.
Chacota wendet ein: „Wäre es nicht besser, wenn Lewinn hier bliebe, in der Burg?“ Aaron gibt zu bedenken: „Ich denke nicht, dass die Burg in diesem Zustand ein sicherer Ort wäre.“ Yolande macht einen Vorschlag: „Vielleicht bliebe Finan hier um auf Lewinn acht zu geben?“ Während die Diskussion gerade beginnt, schweifen Aarons Gedanken zu Finan, dessen Zwist mit Chacota und er beginnt den Geist Finans zu sondieren, doch sofort stösst er dort auf eine sehr starke Barriere und während er noch versucht diese zu durchdringen, bricht Finan zusammen, er presst die Hände gegen den Kopf und stöhnt vor Schmerzen auf; Aaron zieht sich zurück. Fachtna und Yolande helfen Finan; Fachtna, der sich noch zu gut an seine Auseinandersetzungen mit Aaron erinnert, blickt den Freund böse an: „Das warst doch bestimmt du!“ Aaron, noch nachdenklich, nickt, Finan, ausser sich vor Zorn, brüllt ihn an: „Was hast du mit meinem Kopf gemacht?!“ Und dann beginnt der Streit, den Chacota vorhersah und den er doch nicht verhindern konnte. Yolande versucht zu beschwichtigen, Fachtna verlangt eine Entschuldigung von Aaron, doch der besteht auf einer Klärung dieser seltsamen Gedächtnisbarriere bei Finan. Dieser zieht sein Schwert, Aarons Hand zuckt ebenfalls, Fachtna und Yolande stellen sich dazwischen. Und obwohl Chacota eingreifen möchte, weiss er nur zu gut, dass er sich aus diesem Streit heraushalten muss, noch härter würden die Fronten. Fachtna gelingt es schliesslich, Finan zu beruhigen, er zieht ihn beiseite: „Ich weiss, wie ungerecht Aaron manchmal ist, aber er hat es nicht so gemeint . . .“, die beiden verlassen den Kreis angestauter Emotionen. Aaron wendet sich an Chacota: „Weisst du mehr über diese Barriere, ist dies der Grund, warum du ihm noch immer misstraust?“ Chacota schüttelt den Kopf, dann sagt er leise: „Finan bereut seine Taten nicht, er ist verzweifelt, doch aus anderem Grund. Er ist in seinem Inneren noch immer ein Ritter der Hand . .“ Mehr sagt er nicht, doch erneut entbrennt die Diskussion bis Yolande es schliesslich schafft, Aaron zu einer Entschuldigung zu überreden, aber sie alle wissen, dass Aaron dies nur tut um den Frieden wieder herzustellen. Yolande verspricht mit Finan zu reden, sie habe einen guten Draht zu ihm. Am nächsten Tag brechen sie zu dem unterirdischen Höhlensystem auf. Yolande hält Wort, sie plaudert mit Finan, erst nach einger Zeit lenkt sie das Gespräch auf das Thema. „Chacota ist ein Idiot, ich kann nicht mit ihm.“ Yolande nickt: „Das ist offensichtlich.“ Finan fährt fort: „Was für ein Verrückter, gegen die Dämonen zu kämpfen. Der hat sie nicht mehr alle!“ Dann erzählt er ein wenig vom Orden, der ihm wie eine Familie war, die er nur so kurz hatte und wie dann plötzlich Fachtna auftauchte. Doch von einer Gedächtnisbarriere weiss er nichts.
Im dungeon dann die ersten Gänge voller Falltüren und Sackgassen, doch dann eine Treppe nach unten. Kaum dort angelangt, öffnet Aaron eine grosse Tür, dahinter stehen 80 Skelette auf. Während sie noch überlegen, wie sie die Tür wieder verschliessen können, fällt hinter ihnen ein Fallgitter hinunter. Daraufhin stürmen Fachtna und Chacota den Raum, die Schlacht beginnt. Draussen währenddessen gelingt es Aaron einen Gegner zu töten, doch hört er hinter dem Fallgitter weitere Schritte. Und erstarrt vor Schreck, denn in dem dunklen Gang nähert sich die Aura eines Drachen und noch ehe er den Freunden eine Warnung zurufen kann rast ein Feuerball den Gang entlang. Schwerverletzt können sie sich gerade noch die Wendeltreppe nach oben schleppen; sie beschliessen, ausserhalb des dungeons zu rasten. Chacota übernimmt die erste Wache.
Kaum hat er sich am Feuer niedergelassen trifft ein PSI-Geschoss ihn, doch noch während er Alarm gibt erkennt er die Gestalt, die das Lager betritt: Atizar! Nach einem Moment der ワberraschung reagiert Atizar als erster, er spricht mit verächtlicher Stimme: „Sieh an, Chacota, der Dämonenpaktierer ist auch hier.“ Und er spricht Chacotas Namen richtig aus, seine Stimme voller Hass. Chacota erhebt sich mühsam, er fragt ungläubig: „Atizar? Was machst du hier in der Vergangenheit?“ Er versucht, die drohende Bewusstlosigkeit abzuschütteln, erst jetzt dringt Atizars Beschuldigung zu ihm durch: „Wir arbeiten nicht mit den Dämonen zusammen, wir sind hier um sie zu bekämpfen!“ Atizars Stimme ein einziger Zorn als er die Worte ausspuckt: „Ach ja, und warum sah ich dich kurz vor unserer Abreise mit einigen deiner Dämonenfreunde vor den Toren Euths umherziehen? Du bist nicht nur ein Mörder, sondern auch ein Verräter! Es wird mir eine Freude sein, dich hier und jetzt zu töten!“, bei seinen Worten treten nun auch Thadoll und Arbin aus dem Dunkel hervor. Aaron hat als erster die Lage erkannt, er versucht zu erklären: „Warte! Wir kommen nicht aus deiner Gegenwart, wir kommen aus einer Zeit, in der die Dämonen nicht die Oberherrschaft über die Hügelstätte erlangt haben. Dieser Chacota ist nicht der Bruder, den du zu Hause zurückgelassen hast!“ Atizar hebt spöttisch die Augenbrauen: „Was du nicht sagst, und wie willst du deine Worte beweisen? Wenn ich dir dafür überhaupt genug Zeit lasse.“ In der nächsten Stunde versuchen die Freunde mühsam Atizars Vertrauen zu gewinnen, doch wenn er auch am Ende glaubt, dass die Gefährten aus einer für ihn fremden Zukunft stammen, so ist sein Misstrauen Chacota gegenüber noch das Gleiche, er sagt schliesslich: „Nun gut, für die gemeinsame Sache werden wir mit euch zusammen arbeiten,“ er wendet sich Chacota zu, der schweigend den Streit verfolgt hat, „aber eines sage ich deutlich: ich werde mein Leben nicht für das Eure riskieren, ich werde Chacota nicht den Rücken zukehren und AMABEA mag entscheiden was passiert, wenn er mir den seinen zuwendet.“ Die Freunde sind empört, nur mühsam kann Chacota sie dazu bringen, den Pakt mit Atizar zuzustimmen. Doch in Gedanken ist er noch bei Atizars Worten; dem schmachvollen Tod Torneos, der Verschleppung Enavias und Astucias, dem Tod der Mutter in den Händen der Dämonen. Auch in jener Welt habe ich einen Mord begangen, nur traf ich nicht die Menschen, die mir halfen, einen neuen Weg einzuschlagen. Atizars Berichte zeigen mir nur, wer ich fast geworden wäre. Letztlich tauschen sie ihre Informationen aus, Atizar berichtet vom Einfall der Dämonen vor 500 Jahren, dem Widerstand, der sich gebildet hat und sie mit der Aufgabe, die Vergangenheit zu ändern, hierher schickte. Bevor sie sich zur Nachtwache entschliessen, wirft Atizar Chacota noch einen nachdenklichen Blick zu, doch seine Worte töten jede Hoffnung auf eine Annäherung: „Das Schlechte ruht in dir. Selbst wenn deine Geschichte stimmen sollte und du in deiner Welt ein anderer geworden bist - ich traue dir nicht.“
Am nächsten Morgen beraten sie gemeinsam wie man dem unbezwingbar scheinenden Feind begegnen kann, am Ende siegt die Hoffnung bei den Osispun Hilfe zu finden. Arbin und Aaron erschaffen zwei Gebilde und sie brechen zur Grenze auf. Yolande, die schon den ganzen Morgen mit missmutigem Gesicht Atizars Bewegungen verfolgte, nutzt den geringen Abstand zwischen den Gebilden und springt zu Atizar hinüber, dort beginnt sie ihn zu umgarnen, doch Chacota weiss, dass sie nicht auf Komplimente aus ist, sondern Atizar in Verlegenheit bringen will. Warum tut sie das? Sie macht die Situation nur noch schlimmer! An der Grenze werden sie sofort von den Osispun aufgegriffen und in die Hauptstadt Arjar gebracht; noch nie haben die Menschen sie um Hilfe gebeten, sie sind misstrauisch. Und so kommt es, dass sie bis zur Entscheidung des oberen Osispun in Gewahrsam genommen werden und was Chacota so fürchtete, tritt ein. Der Anblick der kleinen Zelle lässt alle Erinnerungen an die sechswöchige Gefangenschaft in Xpoch wieder lebendig werden. Mit allen Mitteln wehrt er sich gegen die Inhaftierung, sinnlos. Und so kommt es, dass nach den drei Stunden in der Zelle, als sie zum Provinzverwalter Bokosk geführt werden, Chacota nur mit Mühe seine Beherrschung zurückgewinnt; bei den Verhandlungen mit den Osispun vermag er nicht zu helfen. Erst als Atizars Worte an Bokosk abprallen entsinnt er sich seiner Pflichten, mühsam gelingt es ihm, einige Worte an den Osispun zu richten. Langsam lassen sich die Osispun von der Aufrichtigkeit der Freunde überzeugt. Und so kommt es, dass sie nach einer Woche mit einem Heer von 200 Osispun zum dungeon zurückkehren, die obere Etage in Besitz nehmen und dort über die Erstürmung der unteren Etagen beraten. Doch die Fronten haben sich verhärtet, weder Atizar noch Arbin oder Thadoll haben ein Freundschaftsangebot gemacht und Aaron, Yolande und Fachtna warten nur auf eine Gelegenheit, mit den dreien die Schwerter zu kreuzen. Chacota hat sich seit dem Zusammentreffen mit Atizar und dessen Beschuldigungen in sein Schneckenhaus verkrochen, tiefer und stiller als je zuvor. Er beteiligt sich hin und wieder an den Diskussionen, zieht sich aber sofort zurück, wenn Atizar die Stimme erhebt. Ein erster Angriff am dritten Tag verläuft erfolgreich, 200 Skelette werden in den oberen Saal gelockt und mit vereinten Kräften besiegt. Doch noch immer warten dort unten tausende von Skeletten und – der Drache. In diese Zeit fällt es, dass Chacota Atizar zum ersten Mal widerspricht, es scheint, als habe er genug Selbstvertrauen gesammelt um diesem Bruder nicht nur beizustehen, sondern auch Distanz zu Atizars Beschuldigungen zu gewinnen. Und so entspinnt sich am abendlichen Lagerfeuer ein kurzes Gespräch zwischen den beiden, doch diesmal ist es Atizar, der voller Emotionen das Zwiegespräch unterbricht (Forum). Am folgenden Tag bittet Chacota dann die Freunde um ein Versprechen (Forum) und wieder löst sich die Gruppe auf. Diesmal ist es Yolande, die in Tränen aufgelöst die Runde verlässt. Chacota folgt ihr und während noch Fachtna und Aaron rätseln, ob Yolande vielleicht Liebeskummer habe bemerkt Aaron das Fehlen Lewinns. Sie machen sich auf die Suche. Fachtna begegnet in einem der Gänge Yolande, er fragt sie: „Was war denn vorhin los, ist alles in Ordnung?“ und blinzelt der Bardin dabei zu. „Es ist nichts, ich bin habe bloss die ewige Warterei satt. Wieso?“ „Ach, ich dachte, du und Chacota, ihr hättet ein Problem miteinander.“ Fachtna blickt Yolande nun aufmerksam in die Augen, doch die junge Frau geht auf das Angebot nicht ein. „Es gibt einfach Zeiten, in denen mich die Gefühle einfach überrennen; das kennst du doch bestimmt, oder?“ und geht an ihm vorüber. Fachtna zuckt mit den Schultern und setzt die Suche fort. Nicht besser ergeht es Aaron, der kurz darauf Chacota in einem der Räume aufspürt. „Na, ist die Krise behoben?“ fragt er spöttisch, doch der Paladin hebt lediglich die Augenbrauen und erwidert: „Welche Krise?“ Aaron entgegnet: „Immerhin habe ich Yolande vorher noch nie weinen gesehen.“ „Nun, irgendwann kann jedem von uns diese Situation zu viel werden.“ Aaron unterdrückt ein Stöhnen und sucht weiter. Aber er findet die junge Frau nirgendwo in dem dungeon und ruft sie schliesslich verzweifelt über Gedankenmagie. Plötzlich hört er die trotzigen Worte: „Ach, du interessierst dich doch noch für mich?“ „Wo bist du?“ „Wenn du dich nur ein wenig für mich interessieren würdest, dann wüsstest du, wo ich bin.“ „Lewinn, komm zurück, ich brauche dich, auch wenn . . .“ keine Antwort. Er kehrt zu den Freunden zurück und Chacota weiss, dass in zehn Minuten Entfernung ein altes Bauernhaus steht, dort könnte sie untergeschlüpft sein, sie ziehen los. Und tatsächlich, in dem verfallenen Gebäude finden sie Lewinn; Chacota und Fachtna ziehen sich zurück, Yolande kann ihre Neugier nicht bezähmen und lauscht am Fenster Aarons Beschwichtigungsversuchen. Nach einiger Zeit glaubt Lewinn seinen Beteuerungen, sie weiss, dass er sie liebt und doch ist die ganze Lage zu viel für sie. Aber auch Aaron spürt, dass diese Flucht mehr war als ein dummer Mädchenstreich, sondern ihre Seelenqual zeigte und er versucht sie von seiner aufrichtigen Liebe zu überzeugen. Und so kehren sie schliesslich zu fünft zum dungeon zurück.
Nach ihrer Rückkehr hebt Lewinn wohl zum ersten Mal die Stimme und fragt in die Runde: „Was hat euch eigentlich zusammengeführt?“ Und Aaron beginnt zu erzählen, von den Danearen und der Errettung von seinem Dasein als Vampir, Yolande berichtet von der Befreiung Chacotas und wie sie die Freunde kennen lernte. Aber sowohl Fachtna wie Chacota schweigen, geben keine Antwort als sie nach dem Grund für ihre Schweigsamkeit fragt. Chacota steht auf und kurz darauf hört man sein leises Gebet aus einem der Nebenräume. Aaron nutzt den Moment und fragt Yolande: „Was war denn nun vorhin, was ist da zwischen dir und Chacota?“ Und noch während Fachtna ihn böse unterbricht: „Was sollen sie denn haben, Chacota ist verheiratet, was denkst du denn!“ beginnt Yolande mit leiser Stimme zu erzählen. „Es ist halt etwas Besonderes was mich an Chacota bindet, er ist für mich wie ein zweiter Vater, er beschützt mich, er rügt mich und nimmt mich manchmal an die Hand. Wir haben nichts miteinander, es gibt wichtigere Dinge als Sex.“ Fachtna hält Aaron von weiteren Fragen ab, denn Chacota betritt den Raum, setzt sich zu ihnen und erbittet erneut ihr Wort mit Atizar, Arbin und Thadoll zusammen zu arbeiten und auch wenn er fallen sollte mit den dreien zu versuchen, ihren Auftrag zu erfüllen. Natürlich widersprechen alle Chacotas allgegenwärtigen Todesgedanken, alle Wut über Atizars Selbstherrlichkeit und ungerechte Beurteilung brechen sich erneut Bahn, mit Mühe gelingt es Chacota die Gemüter zu beruhigen und letztendlich gelingt es ihm, sie zu einer gemeinsamen Lagebesprechung am nächsten Morgen zu bewegen. Dann zieht er sich erneut in die Einsamkeit des Dunkels zurück. Yolande will ihm schon folgen, doch Aaron hält sie zurück. „Wartet! In dem Bauernhaus habe ich noch etwas entdeckt, dort gab es ein Skelett in einem Verlies, ich will noch einmal dorthin und mich umschauen, begleitet ihr mich?“ Die drei brechen ohne Lewinn und Chacota auf, erreichen das Haus und entdecken dort zwei Skelette, beide gefangen und noch während sie sich wundern, warum diese in einem Bauernhaus so fest gehalten wurden, erscheint ein Geist. Er bedroht die Freunde nicht, er bittet sie lediglich, seine Söhne zu befreien. Auf Aarons Frage, wer sie denn eingesperrt habe, erzählt er schliesslich seine Geschichte. Er habe sie eingesperrt, denn sie wollten ihn verlassen, heiraten und zur Armee. Er hätte sie schon zur Vernunft gebracht, sie wieder frei gelassen, aber er wäre von einem Bären überfallen worden und sei nun gerade wieder zurückgekommen. Die Freunde können ihn schliesslich überzeugen, dass er diesen Angriff nicht überlebt hat, sondern als Geist hier sei. Sie begraben die Skelette, auch das des Vaters, welches sie ein Stück weiter im Wald finden und der Geist verschwindet. Sehr schweigsam kehren sie zum dungeon zurück und erzählen dort von ihren Erlebnissen, Chacota hört mit bedrückter Miene die Geschichte mit an. Später am Abend hält es Yolande nicht mehr auf ihrem Lager, sie sucht Chacota, den sie kurz darauf am Eingang des dungeons findet, er bittet sie, ihn zum Bauernhaus zu begleiten und die beiden gehen erneut zu dem verfallenen Haus, kehren nach einer halben Stunde wieder (s.Forum). Während Yolande fröstelt und schon in den dungeon schlüpft bleibt Chacota für einen kurzen Augenblick stehen, denn Atizar hält Wache am Eingang, unbewegt seine Miene wie stets. Doch dann vernehmen sie beide ein Geräusch, unweit des Eingangs aus dem Wald. Chacota geht vor, während Atizar einige Osispun zur Verstärkung holt.

The Gathering of Evil 2


Conjurers Gambit 2