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Die Jungen aus der Feldstrasse, Teil 55 d20 Rollenspiel Orfinlir - die Welt
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Die Jungen aus der Feldstrasse, Teil 55

Entgegen dieser Zusage fanden die drei sich bald wieder in der Kaserne wieder, in der sie bereits beim letzten Aufenthalt in Torath festgesessen hatten. Nicht derselbe Raum, aber zu ähnlich, als dass es einen Unterschied gemacht hätte.
Auch der Wächter, der ihnen zugewiesen worden war, war ein anderer, aber sein Haarschnitt und seine Uniform ließen es sie schnell vergessen.
"Was jetzt?"
"Wir warten?"
"Einfach so?" Tiscio und Malandro versuchten Gunnar nicht dabei zuzusehen, wie er seinen Netzwerfer in einen der Spints unterbrachte, konnten aber nicht verhindern, dass ihre Augen immer wieder auf das unhandliche Gerät fielen.
Der Wächter schien es nicht zu bemerken.
"Was kann man hier machen?" fragte der junge Erfinder den Mann an der Tür, sobald er sich umdrehte.
"Was meinen sie?"
"Ich meine, was man hier tun kann, um Geld zu verdienen."
"Sie können die Baracken nicht verlassen."
"Das wissen wir auch."
"Was Gunnar eigentlich fragen wollte, war, wie wir hier leben können, nachdem wir endlich nicht mehr festgesetzt sind."
"Malandro! Ich bin baff."
"Warum?"
"Normalerweise bin ich derjenige, der lange Sätze verwendet, um euer Gestammel zu erklären. Au." Trotz des Schlags gegen seinen Oberarm grinste Gunnar.
"Sie wollen in Torath bleiben? Aber sie stammen aus dem Königreich."
"Nicht unbedingt Torath."
"Och, ich hab‘ gehört, sie haben hier eine Universität."
"Gut. Nicht unbedingt alle. Aber wir wollen nicht mehr zurück in unsere Heimat."
"Wir können auch nicht mehr."
"Das auch."
"Was ..." begann der Wächter, besann sich jedoch seiner Befehle, die vorsahen, dass er so wenig wie möglich mit den Xpochlern sprach und vor allem keine Fragen stellte, solange ihr Status noch nicht geklärt war.
"Ich kann ihnen nichts sagen."
"Aber es gibt hier doch eine Magierakademie, oder?"
"Mhm, ja", antwortete der arme Mann überrascht.
"Und was kann man hier sonst noch machen?" setzte Tiscio den Fragenstrom fort.
"Es werden die verschiedensten Berufe ausgebildet."
"Und wer kann sich an der Akademie bewerben."
"Jeder talentierte Bürger der Hügelstätte."
"Wie kann man Bürger werden?"
"Nun, man wird als Bürger geboren?"
"Das ist alles."
"Ich glaube, man kann auch eingebürgert werden, wenn man hier lange genug lebt, und so."
"Wo muss man das Beantragen?"
"Ich halte besser vor der Tür Wache", raffte sich der Wächter endlich auf und verließ das Zimmer."

"Bastig. Ich hätte noch so viele Fragen gehabt."
"Du willst wirklich hier auf ‘ne Magierschule?"
"Ja, warum nicht? Unterschnitt hat mal davon erzählt. Ist ja nicht so, als würde einem Magie einfach so zufliegen."
"An Unterschnitt habe ich in letzter Zeit gar nicht mehr Gedacht."
"Ich schon. Ich denke, er wird enttäuscht sein, wenn ich nicht zurückkomme. Ich hoffe es wenigstens."
"Ich darf gar nicht an meine Mutter denken. Ihr Mann tot, der Sohn als Verräter verstoßen. Ich hoffe, sie kommt über die Runden." Gunnar warf einen Blick aus dem Fenster, wandte sich dann aber wieder Malandro zu, der sofort die nächste Frage stellte.
"Und was ist mit deiner Freundin."
"Vielleicht kann ich sie anschreiben, dass sie hierherkommt." Um schnell von weiteren Fragen in diese Richtung abzulenken, setzte Gunnar eine eigene dagegen.
"Was ich eigentlich schon die ganze Zeit fragen wollte: Der Feuerzauber, den Kol Therond da losgelassen hat ... hätte Unterschnitt den auch hinbekommen?"
Malandro überlegte einen Moment, bis er zugeben musste: "Ich weiß es nicht. Ich bin nicht sicher." Nach einem weiteren Zögern fügte er jedoch hinzu: "Aber er würde sowas auch nie in der Stadt machen. Viel zu gefährlich." Gunnar nickte, fragte jedoch trotzdem weiter: "Glaubst du er ist so mächtig wie der Botschafter?"
"Bestimmt", kam die Antwort, vielleicht etwas zu schnell. Tatsächlich war er sich nicht so sicher und es kratzte an dem Stolz, den er für seinen Lehrmeister empfand. Um davon abzulenken fragte er seinerseits: "Willst du hier zur Uni gehen?"
"Wenn es geht. Aber ich würde auch gerne neue Sachen erfinden. Nur dieses Mal mit Magie als Antrieb, und nicht mit Dampf."
"Aber du kannst doch gar keine Magie."
"Kann man doch lernen. Hast du ja auch getan."
"Ha! So einfach ist das nicht. Dafür muss man Talent haben."
"Genau", grinste Gunnar.
Und auf diese und andere Weise versuchten die beiden ihre Anspannung in den nächsten Stunden zu überwinden und sich eine Zukunft auszumahlen.
Dabei bemerkten sie jedoch nicht, dass Tiscio kein einziges Wort sagte und nur in auf seiner Pritsche lag, beständig die Wand anstarrend.

Der nächste Tag begann mit einem guten aber viel zu kurzen Frühstück, da sie viel zu früh aus der Kantine heraus zu einem Gebäude im Zentrum der Stadt gebracht wurden, wo sie einer nach dem anderen befragt wurden.
Anders als am vorherigen Abend war Tiscio dieses Mal derjenige, der am gesprächigsten war, während sie auf einem auswechselbaren Gang wartete. Jeden, der sich zu ihnen gesellte, quetschte er mit Fragen nach den ortsansässigen Religionen aus. Da die ein Großteil der Menschen der [Hügelstätte] sowieso dem einzigen Glauben anhängten, dessen Gottheit ihren Priestern eine gewisse Macht verlieh, erfuhr er am meisten über die Religion des vergöttlichten Stabs. Viele der angesprochenen waren der Überzeugung, dass der Stab als Erbe der verschwundenen [Götter] zurückgeblieben war, als Versprechen, dass sie eines Tages zurückkehren würden. Das Konzept einer Gottheit, die als Gegenstand in einem Tempel der [Hügelstätte] herumlag und mit den Gläubigen sprach, leuchtete Tiscio nicht ganz ein, war aber, wenn man genau darüber nachdachte, immer noch besser, als eine Gottheit, die man weder sehen noch hören konnte. Es war fast so, als hätte sich in seinem Kopf von selbst eine Art Checkliste angelegt, auf der er Religionen vermerkte, denen er vielleicht folgen konnte, und bei der der Glaube seiner Heimat in fast allen relevanten Punkten versagte. Er war sich nicht sicher, warum sein Interesse an Religion plötzlich wieder zurückgekehrt war. Das änderte jedoch nichts daran, dass es derzeit das einzige zu sein schien, was ihn vorantrieb. Wobei in diesem Moment wahrscheinlich auch der Versuch hinzu kam, sich von der bevorstehenden Befragung abzulenken, da keiner von ihnen auch nur annähernd so weit war, einem Wahrheitszauber widerstehen zu können.

Die Befragungen selbst verliefen unerwartet freundlich ab. Sie wurden jeweils von einem Offizier der Wacht, einem Mann, der Kol Theronds Bruder hätte sein können, und einem dicklichen Bürokraten empfangen. Der Offizier stellte sich beim zweiten Blick als Offizierin heraus und sie war die einzige, deren einschüchternder Blick die ganze Zeit in den Befragten bohrte, ohne jemals an Strenge zu verlieren. Die anderen beiden machten einen erheblich freundlicheren Eindruck, aber, wie Malandro anschließend kommentierte, waren deshalb nicht weniger bedrohlich. Vielleicht sogar noch etwas mehr, da sie schlechter zu lesen waren.
Nichtsdestotrotz waren die Gespräche freundlich und weit entfernt von dem, was sie noch im Ornithopter befürchtet hatten. Die drei hörten sich die eingeübte Erzählung an, stellten ein paar Fragen zu der Art und Weise, wie sie den Oravahler besiegt hatten, lobten sogar ihr Engagement und fragten sie schließlich, ob sie tatsächlich in den [Hügelstätten] bleiben wollten.
"Ja, definitiv. Wo besser als hier kann ich was über Magie lernen", war Malandros Antwort.
Gunnar, der zwischendurch immer wieder an seine Mutter und Freundin hatte denken müssen, war etwas verhaltener: "Wenn ich Aufnahme in einer Universität finden kann, dann wäre das schon nicht schlecht. Außerdem glaube ich, dass meine Expertise auch hier nicht verschwendet wäre."
Nur Tiscio konnte keine Begeisterung aufbringen.
"Ich weiß nich'. Wird schon geh'n."
Und damit waren die Befragungen fürs erste beendet, außer dass sie alle mehrfach für ihren Einsatz zum Wohle nicht nur der Hügelstätte, sondern auch ihrer eigenen Heimat gelobt wurden, was sich nicht so gut anfühlte, wie es sollen.

Der nächste Tag fand sie erneut in der Kaserne und dieses Mal setzte ihnen die Langeweile zu. Sie versuchten sich Würfel und Karten zu besorgen, gaben sich mehr oder weniger Sinnfreien Ratespielen hin und überlegten sich die unsinnigsten Verwendungen für das Horn, zu denen auch ein Trinkspiel gehörte. Warum jedoch jemand auf die Idee kam, es könnte eine gute Idee sein, das Horn in eine Orgel einzubauen, konnten sie hinterher nicht mehr beantworten.
Kurz gaben sie sich der Überlegung hin, vielleicht doch noch einmal für einen Abstecher nach Xpoch zu reisen, um sich wenigstens von ihren Familien zu verabschieden. Sobald jedoch die Rede auf Wintur kam, schwand jede Begeisterung für diese Idee, da allen klar war, dass sie unmöglich vor ihm eintreffen konnten.
Als Tiscio die Wächter auf dem Platz vor ihrem Fenster trainieren sah, war er gelangweilt genug, um zu fragen, ob er nicht vielleicht mittrainieren könne. Die Antwort entsprach dem, was sie erwartet hatten und sie besorgten sich stattdessen einen Ball, um ein wenig Maquin zu spielen. Nicht zum ersten Mal brach sich Tiscio dabei einen Finger, was ihnen immerhin genug Aufregung mit dem Arzt bescherte, um den Rest des Tages zu überstehen.

Der Tag, der folgte, war nicht viel Besser, nur, dass die Enttäuschung dieses Mal auf Seiten Gunnars lag, als er fragte, ob er sich ein Buch ausleihen könne. Wie immer hätte er sich natürlich ein Buch ausleihen können, wenn er denn ein Bürger gewesen wäre. So mussten sie jedoch erst noch auf eine Antwort eines Vorgesetzten warten, damit er überhaupt die Bibliothek betreten durfte, um wenigstens dort ein Buch zur Hand nehmen zu können.

Mit dem folgenden Morgen gelang es ihnen immerhin, ihren Aufpasser davon zu überzeugen, sie zum Schießstand zu bringen, wo sie im Umgang mit den Repitierarmbrüsten trainiert wurden. Es war überraschend leicht gewesen, den Mann von ihrem Ansinnen zu überzeugen, da auch er sich fast zu Tode langweilte. Vielleicht lag es aber auch daran, dass ihre Wärter gemerkt hatten, dass ihre Stimmung inzwischen zum bärsten gespannt war. Tiscio war bereits nach dem Aufstehen im Zimmer auf und ab gehastet, weil ihm die Bewegung fehlte, und seine Freunde hatten sich nur mühsam davon abhalten können, ihn mit den Laken im Bett festzubinden.
Durch die gelockerte Atmosphäre ermutigt wagte an diesem Tag Malandro die Bitte, die Magierakademie besuchen zu dürfen, gliederte sich aber nur in die Gruppe der Enttäuschten ein.

Unerwarteter Weise stellte sich der Besuch von Kol Therond als der Höhepunkt des Tages heraus.
"Die gute Nachricht ist, dass wir erst einmal die Befragungen hinter uns gelassen haben. Ich möchte sie jedoch daran erinnern, dass diese Angelegenheit bei weitem noch nicht ausgestanden ist."
"Wir müssen dringend das Horn loswerden."
"Sie haben natürlich Recht, Herr Sabrecht, aber das ist nicht wovon ich sprach. Wir haben die Befragungen überstanden, aber sie stehen immer noch unter Beobachtung."
"Das ist getze nicht's neues." Tiscio nickte bei Malandros Worten und deutete auf die Tür, vor der, wie immer, ein Wächter stand.
"Ja natürlich, werden die Wächter weiterhin ein Auge auf sie haben. Aber die Überwachung geht darüber hinaus. Meist werden sie es nicht einmal bemerken, wenn sie beobachtet werden. Man wird sie aus dunklen Ecken, von Dächern und aus jeder Menge heraus überwachen. Man wird sogar Magie verwenden, um zu überprüfen, ob sie sich etwas an ihrem Zustand geändert hat."
"Unserem Zustand?"
"Magie?"
"Ja zu beidem. Verschiedene Magier stehen bereit, aus dem Verborgenem zu agieren. Und ihr Zustand, wie auch der meine, stehen immer noch zur Disposition. Meine Vorgesetzten sind sich immer noch nicht sicher, ob mit dem Entfernen der Würmer der Einfluss der Feste auf uns tatsächlich beendet wurde. Zumal sie auch noch Ausländer sind. Sie müssen verstehen, dass dies für viele Jahre ein Problem für sie bleiben wird."
"Werden sie auch beobachtet?"
"Selbstverständlich." Er konnte sich eines Lächelns nicht enthalten. "Bei meiner Profession bleibt dies nicht aus."
"Aber Magie! Das bedeutet doch, dass sie das Horn finden."
"Deshalb müssen wir uns des Horns eiligst entledigen."
"Und wie machen wird das?"
"Die Frühlingskönigin?"
Sie schwiegen für einen Moment, jeder mit seiner eigenen kleinen Waage beschäftigt, auf der sie die Vor-und Nachteile ablegten, bis sie alle zum selben Ergebnis kamen.
Sie hatten keine andere Wahl.




Die Jungen aus der Feldstrasse